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Am 3. Dezember 2020 fand ein Runder Tisch zum Thema "Anforderungen an die Öko-Kontrollstellen für deren Kontroll- und Zertifizierungstätigkeit in der Ukraine" in einem Online-Format statt. Nach dem ersten Runden Tisch während der Messe BIOFACH im Februar war dies die zweite, speziell auf Öko-Kontrollstellen ausgerichtete Informationsveranstaltung, die vom MDETA initiiert und mit Unterstützung des Projektes "Deutsch-Ukrainische Kooperation Ökolandbau" (COA) durchgeführt wurde.

An der mit mehr als 50 Teilnehmern sehr gut besuchten Veranstaltung nahmen Vertreter von 15 Öko-Kontrollstellen aus Europa und Südamerika teil, die ökologische Produkte in der Ukraine nach ausländischen Standards zertifizieren.

Vertreter des MDETA, des Staatlichen Amtes der Ukraine für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (FSA) sowie der Nationalen Akkreditierungsagentur der Ukraine (NAAU) informierten die Teilnehmer über die neue Gesetzgebung der Ukraine im Bereich der ökologischen Produktion, des Inverkehrbringens und der Kennzeichnung ökologischer Produkte, über den aktuellen Stand der Umsetzung des Öko-Gesetzes sowie das Verfahren der Akkreditierung von Zertifizierungsstellen. Rechtsanwalt Hanspeter Schmidt ergänzte die Veranstaltung mit einem Update zur neuen Richtlinie (EU) 2018/848, die die ökologische Produktion in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ab dem 1.1.2022 regelt.

Der runde Tisch ermöglichte es ausländischen Öko-Kontrollstellen sich mit der ukrainischen Öko-Gesetzgebung und deren spezifischen Anforderungen bekannt zu machen. Eine während der Veranstaltung durchgeführte Umfrage ergab, dass die Teilnehmer das neue Öko-Gesetz der Ukraine grundsätzlich positiv einschätzen. Außerdem bekundeten 10 Öko-Kontrollstellen ihr Interesse zukünftig in der Ukraine akkreditiert zu werden. Als größte Herausforderung hinsichtlich der neuen EU-Öko-Verordnung wird das Management von unerwünschten Rückständen in Öko-Produkten gesehen. Dieses wird zukünftig wesentlich komplexer sein, und die Produzenten werden diesbezüglich stärker in die Eigenverantwortung genommen werden.

Das MDETA beabsichtigt, seinen Dialog mit den Öko-Kontrollstellen und anderen Marktteilnehmern fortzusetzen, um sie fortlaufend über die Anforderungen zu informieren und so die Entwicklung des nationalen Öko-Sektors zu erleichtern.

Quelle: COA

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